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Im Juni 1889 beschloss der Berliner Reichstag das "Gesetz betreffend die Invaliditäts- und Altersversicherung", das ab 1891 die Grundlage für Renten im Alter und bei Erwerbsminderung sowie für Reha-Leistungen bildete.

Vorgänger und Gründer der Deutschen Rentenversicherung in der Bundesrepublik Deutschland waren die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA), die 22 Landesversicherungsanstalten (LVA), die Bundesknappschaft, die Seekasse und die Bahnversicherungsanstalt.

Einleitung Bearbeiten

Es begann mit der "Kaiserlichen Botschaft" 1881. Die politische Führung reagierte auf die Proteste der Arbeiter gegen ihre erbärmlichen Lebenumstände. Gesetze zu ihrem Schutz bei Krankheit, Unfall, Invalidität und im Alter sollten für sozialen Frieden sorgen - und die Arbeiterschaft mit dem Staat versöhnen.

Chronik - 125 Jahre gesetzliche Rente Bearbeiten

1889 Bearbeiten

Das "Gesetz betreffend die Invaliditäts- und Altersversicherung" wird vom Reichstag beschlossen. [1] Arbeitnehmer konnten sich erstmals gesetzlich gegen die Folgen von Invalidität und Alter absichern. Bereits im Jahr 1890 Gründung der Versicherungsanstalten mit Selbstverwaltung.

1891 Bearbeiten

Im ersten Jahr zahlten die 31 Landesversicherungsanstalten rund 127 000 Altersrenten aus. Altersrentner mussten 70 Jahre alt sein. Die Renten betrugen zwischen 107 und 191 Mark pro Jahr.

1892 Bearbeiten

Die ersten Kuren.

1895 Bearbeiten

Die Rentenversicherung eröffnet ihr erstes eigenes Genesungshaus (Königsberg bei Goslar).

1911 Bearbeiten

Die Reichsversicherungsordnung fasst Sozialversicherungsgesetze zusammen; Einführung der Witwenrente.

1913 Bearbeiten

Versicherung für Angestellte

Neben Arbeitern und Beamten entstand Anfang des 20. Jahrhunderts eine neue soziale Schicht - die Angestellten. Auch sie verlangten nach sozialer Absicherung. Altersrente gab es mit 65 Jahren.

1916 Bearbeiten

Altersgrenze für Arbeiter sinkt von 70 auf 65 Jahre.

1918 Bearbeiten

Ende des 1. Weltkriegs In den Nachkriegswirren werden die Renten weitergezahlt.

1923 Bearbeiten

Vermögensverluste durch Hyperinflation.

1929 Bearbeiten

Weltwirtschaftskrise. Trotz Massenarbeitslosigkeit bekommen Rentner ihre Bezüge. Beim Börsencrash vom 24. Oktober "Schwarzer Freitag" sinken die Börsenkurse um 10 Prozent.

1934 Bearbeiten

Absschaffung der Selbstverwaltung im NS-Staat: "Führerprinzip" auch in der Sozialversicherung.

1942 Bearbeiten

Neu: Witwenrente für Geschiedene.

1945 Bearbeiten

Ende des 2. Weltkriegs. Rentenversicherung zahlt Leistungen in schwieriger Zeit.

1947 Bearbeiten

Einheitversicherung in der sowjetischen Zone.

1948 Bearbeiten

Wiederaufbau und Währungsreform

Das Land zerstört, die Wirtschaft am Boden, Millionen Flüchtlinge und Vertriebene. Doch es ging aufwärts. Bei der Währungsreform 1948 wurden die Renten 1:1 auf die neue DM umgestellt. Sparguthaben gingen dagegen zu 90 Prozent verloren.

1953 Bearbeiten

Erste Wahlen zur Selbstverwaltung bei Sozialversicherungsträgern in Westdeutschland.

1957 Bearbeiten

Rente wird zum Lohnersatz, gleiches Recht für alle.

Die wichtigste Reform seit Bestehen der Rentenversicherung. Die Renten wurden auf ein Mehrfaches aufgestockt und an die Lohnentwicklung gekopplt (Dynamisierung der Renten). Erstmals sicherten sie so den Lebensstandard im Alter. Von nun an galt gleiches Recht für Arbeiter und Angestellte.

1972 Bearbeiten

Einführung flexibler Altersgrenzen in der Bundesrepublik Deutschland, 1971 Einführung der Freiwilligen Zusatzversicherung in der DDR.

1986 Bearbeiten

Einführung der Kindererziehungszeiten und Neuordnung der Hinterbliebenenrenten.

1989 Bearbeiten

Fall der Mauer Die Sozialversicherungen in West und Ost gingen 40 Jahre getrennte Wege. Dennoch bekamen Millionen Rentner aus der DDR nach der Wiedervereinigung ihre Rente. Am 9. November 1989 wurde das SGB VI per Gesetz verabschiedet, es trat 1992 in Kraft.[2] Die Integration des Rentensystems in den neuen Bundesländern ist einer der Erfolgsfaktoren für die Wiedervereinigung - und war nur durch das Umlageverfahren möglich.

1991 Bearbeiten

Gründung der Landesversicherungsanstalten in den neuen Bundesländern.

1992 Bearbeiten

Erste große Reform wegen "demografischer Entwicklung", auch Leistungsverbesserungen, Ausweitung der Kindererziehungszeiten. Allerdings überwiegen Kürzungen, denn es werden Rentenabschäge [3] sowie die Anhebung der Altersgrenzen beschlossen.

1996 Bearbeiten

Die Ausgaben für Reha-Leistungen werden fortan gedeckelt.

2001 Bearbeiten

Paradigmenwechsel in der Alterssicherung: Die gesetzliche Rente soll nicht mehr allein Lebensstandardsicherung sein. Zusammen mit der betrieblichen Vorsorge und der Riester-Rente soll die Altersvorsorge künftig auf drei Säulen beruhen.

2005 Bearbeiten

Organisationsreform

Zwischen Arbeitern und Angestellten wird nicht mehr unterschieden. Das Rentenrecht war schon vorher für beide Gruppen gleich. Seitdem treten alle Rentenversicherungsträger unter dem gemeinsamen Dach der "Deutschen Rentenversicherung" auf.

2007 Bearbeiten

Beschluss zur schrittweisen Anhebung der Altersgrenzen auf das 67. Lebensjahr ab 2012.[4]

2014 Bearbeiten

Rentenpaket mit besserer Berücksichtigung der Kindererziehungszeiten für Geburten vor 1992 und Einführung einer abschlagsfreien Rente mit 63 nach 45 Versicherungsjahren.

Quelle: www.deutsche-rentenversicherung.de [5]

Siehe auch Bearbeiten

Geschichte der Sozialversicherung in Deutschland

Literatur Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Anmerkungen Bearbeiten

  1. Reichstagsprotokolle, 1888/89,3 - Verhandlungen des Deutschen Reichstags
  2. Sozialgesetzbuch (SGB) Sechstes Buch (VI) - Gesetzliche Rentenversicherung - Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
  3. Regelaltersgrenzen und Rentenabschläge (Tabelle) auf: FINBLOG.DE
  4. Anhebung der Altersgrenzen ab 2012 PDF-Datei: Ruhr-Universität Bochum
  5. zukunft jetzt Das Magazin der Deutschen Rentenversicherung (Hrsg.) - Ausgabe 4/2014

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