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Eduard Ludwig Alexander, auch Eduard Louis Alexander oder Eduard Ludwig, (* 14. März 1881 in Essen; † 1. März 1945) war ein deutscher Rechtsanwalt und Abgeordneter der KPD im Reichstag.

Datei:Stolperstein Cimbernstr 13 (Nikol) Eduard Alexander.jpg

Leben Bearbeiten

Eduard Ludwig Alexander wurde als Sohn eines Büroleiters geboren und besuchte das Königliche Gymnasium am Burgplatz zu Essen, an dem er 1900 Abitur machte. Anschließend studierte er in Berlin an der Humboldt-Universität, Freiburg an der Albert-Ludwigs-Universität und Lausanne an der Université de Lausanne Jura und war ab 1911 in Berlin als Rechtsanwalt und Justitiar tätig.

1902 lernte er Gertrud Gaudin (1882–1967) kennen, die damals in Berlin ein Kunststudium absolvierte. 1908 heirateten Eduard Ludwig Alexander und Gertrud Gaudin; die verheiratete Gertrud Alexander wurde später als kommunistische Politikerin, Autorin, Publizistin und Kulturkritikerin bekannt und übersiedelte 1925 nach Moskau. Die Ehe wurde in den 1920er Jahren geschieden.[1]

Im Jahr 1917 war er an der Gründung des Spartakusbundes beteiligt und wurde wie seine Frau Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands, nachdem diese 1918/1919 gegründet worden war. Zwischen 1921 und 1925 war er Stadtverordneter in Berlin und unter dem Pseudonym Eduard Ludwig Leiter des Pressedienstes der KPD und Redakteur des Wirtschaftsteils der Roten Fahne. 1928 wurde Alexander in den Reichstag gewählt, kam aber als ein sogenannter Versöhnler nicht über diese Wahlperiode hinaus. Pfingsten 1923 nahmen er und seine Frau an der Marxistischen Arbeitswoche zur Gründung des Frankfurter Instituts für Sozialforschung teil. 1927 war er Mitbegründer der Marxistischen Arbeiterschule, an der unter anderem Hermann Duncker, Jürgen Kuczynski, Georg Lukacs und Karl August Wittfogel unterrichteten. 1931 wird er zum Bürgermeister der Stadt Boizenburg gewählt. 1933 wurde er zum Schiedsmann in Handelsangelegenheiten der deutsch-russischen Handelsgesellschaft ernannt.

Am 22. August 1944 wurde Eduard Ludwig Alexander in der Aktion „Gitter“ verhaftet und in das KZ Sachsenhausen überbracht. Auf dem Transport in das KZ Bergen-Belsen kam er am 1. März 1945 ums Leben.

Datei:SarahEwart-138.JPG

In Berlin (Scheidemannstraße/Platz der Republik, Nähe Reichstag) erinnert seit 1992 eine der 96 Gedenktafeln für vom NS-Regime ermordete Reichstagsabgeordnete an Eduard Ludwig Alexander.

Literatur Bearbeiten

  • Erwin Dickhoff: Essener Köpfe – wer war was? Bracht, Essen 1985, ISBN 3-87034-037-1.
  • H. Mayer: Eduard Alexander – ein bedeutender Wirtschaftstheoretiker der KPD. In: Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung. Jg. 27, Nr. 1, 1985, S. 65ff.
  • Hermann Weber, Andreas Herbst: Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945. Dietz, Berlin 2004, ISBN 3-320-02044-7, S. 58–59. Online
  • Uwe Wieben: Eduard Alexander. Biographische Skizze eines nahezu vergessenen Politikers der Weimarer Republik, 159 Seiten, verlag am park Berlin 2008, ISBN 978-3-89793-166-4.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Vgl. Angaben über Gertrud Alexander auf ddr-biografien.de (abgerufen am 21. August 2009).

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