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Elementar ist ein international tätiger Hersteller von Elementaranalysatoren und Isotopenverhältnis-Massenspektrometern für die Analyse nichtmetallischer Elemente wie Kohlenstoff, Stickstoff, Schwefel, Wasserstoff, Sauerstoff oder Chlor.[1] Hervorgegangen ist das Unternehmen aus dem Geschäftsbereich für Instrumentelle Analytik des deutschen multinationalen Technologiekonzern Heraeus.[2] Elementaranalysatoren und Isotopenverhältnis-Massenspektrometer werden in der analytischen Chemie und Prozesskontrolle eingesetzt, um die Element- und Isotopenzusammensetzung von unterschiedlichen Materialien wie Chemikalien, Pharmazeutika, Brennstoffen, Nahrungsmitteln, Wasser, Böden, Pflanzen und Abfällen zu messen.

Geschichte Bearbeiten

1897–1945 Bearbeiten

Datei:Heraeus historic elemental analyzer 1932.jpg

Im Jahr 1897 berichtete Max Dennstedt, Forscher an der Universität Hamburg,[3] in seiner Publikation Über Vereinfachung der organischen Elementaranalyse über eine verbesserte Methode der organischen Elementaranalyse, wobei Platin aus der Heraeus Platinschmelze als Oxidationskatalysator zum Einsatz kam.[4] Im Jahr 1899 gelang Richard Küch, Forscher in der Heraeus Platinschmelze, die Produktion von Quarzglas mit einer sehr hohen Reinheit, welches bald für die Elementaranalyse von Kohlenstoff und Stickstoff eingesetzt wurde.[5][6] Zwischen 1900 und 1910 leistete Max Dennstedt[7] bedeutende Weiterentwicklungen der Methoden zur Elementaranalyse,[8][9] welche die Basis für die erste Generation der von Heraeus produzierten Elementaranalysatoren mit elektrischen Heizöfen waren.[10] Im Jahr 1923 erhielt Fritz Pregl den Nobelpreis für Chemie zur Würdigung seiner Erfindung der Methode zur Mikro-Analyse von organischen Substanzen,[11] wobei er für seine Forschungen durch Heraeus speziell für die Elementaranalyse hergestellte, so genannte Platin-Kontaktsterne sowie Platinschiffchen verwendete.[12] Im Jahr 1932 stellte Heraeus den weltweit ersten Elementaranalysator für die simultane Bestimmung von Kohlenstoff, Wasserstoff und Stickstoff vor.[13] In den Jahren 1944 und 1945 wurde die Stadt Hanau, damals ein bedeutender deutscher Industriestandort, durch Luftangriffe der Alliierten annähernd vollständig zerstört, darunter auch die Produktionsanlagen von Heraeus.[14]

Seit 1945 Bearbeiten

Nach dem Zweiten Weltkrieg diversifizierte das Unternehmen seine Produkte für die Elementaranalyse, aber eine umfassende Restrukturierung der Heraeus Kerngeschäftsfelder in den frühen 1990er Jahren führte zur Einstellung der Produktion von Elementaranalysatoren. Im Jahr 1995 wurde das Geschäftsfeld Elementaranalyse von Heraeus in einem Management-Buy-out an den damaligen Abteilungsleiter Hans-Peter Sieper verkauft, der das Geschäft unter dem Markennamen Elementar restrukturierte. Der Sohn von Hans-Peter Sieper, Albrecht Sieper, trat 2003 in das Unternehmen ein und fungiert seit 2012 als Geschäftsführer. Unter der Leitung von Familie Sieper wuchs das Unternehmen in den Folgejahren zu einer globalen Unternehmensgruppe mit Niederlassungen in den USA, der Volksrepublik China, Frankreich, Italien und Australien, sowie Vertriebspartnern in zahlreichen anderen Ländern.[15] Im Jahr 2008 akquirierte Elementar das Unternehmen Isoprime Ltd., ein Hersteller von Isotopenverhältnis-Massenspektrometern, und legte damit das Fundament für den Einstieg in den Markt der Isotopenuntersuchung.[16][17]

Datei:Elementar modern elemental analyzer 2011.jpg

Unternehmensstruktur Bearbeiten

Elementar Bearbeiten

Elementar ist spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion von Elementaranalysatoren für die Bestimmung von Kohlenstoff, Stickstoff, Schwefel, Wasserstoff und Sauerstoff zu Zwecken der Kontrolle von Produktqualität und –reinheit von Nahrungsmitteln, Brennstoffen, Chemikalien und Pharmazeutika. Der Produktionsstandort befindet sich in Hanau, Deutschland.[18]

Isoprime Bearbeiten

Isoprime produziert Isotopenverhältnis-Massenspektrometer für die Isotopenuntersuchung von Kohlenstoff, Stickstoff, Schwefel, Wasserstoff und Sauerstoff in Industrie und Forschung. Der Produktionsstandort befindet sich in Manchester, Vereinigtes Königreich.[19]

Kunden Bearbeiten

Elementar liefert Analysegeräte an Produzenten und Dienstleister in der chemischen und pharmazeutischen Industrie, im Energiesektor, in der Nahrungsmittelindustrie und Landwirtschaft.[20] Die Exportrate liegt bei >80%.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. http://www.elementar.de/start.html Website von Elementar. Abgerufen am 22. Dezember 2014.
  2. http://www.elementar.de/unternehmen/historie.html Elementar Unternehmenshistorie. Website von Elementar. Abgerufen am 22.Dezember 2014.
  3. http://www.chemie.uni-hamburg.de/oc/publikationen/Dennstedt.html Biographie und Publikationen von Max Dennstedt. Website der Universität Hamburg. Abgerufen am 22.Dezember 2014.
  4. Dennstedt, Max (1897): Über Vereinfachung der organischen Elementaranalyse. Zeitschrift für Angewandte Chemie 15, 462-469
  5. http://konzern.heraeus.de/de/berheraeus/unternehmensgeschichte/history_hh.html Heraeus Unternehmensgeschichte. Website von Heraeus (Unternehmen). Abgerufen am 22. Dezember 2014.
  6. http://spie.org/x41658.xml Society of Photographic Instrumentation Engineers (SPIE). Abgerufen am 22. Dezember 2014.
  7. http://www.chemie.uni-hamburg.de/oc/publikationen/Dennstedt.html Biographie und Publikationen von Max Dennstedt. Website der Universität Hamburg. Abgerufen am 22.Dezember 2014.
  8. Dennstedt, Max (1901): Eine vereinfachte Methode der Elementaranalyse. Zeitschrift für Analytische Chemie 40, 611-614
  9. Dennstedt, Max (1903): Anleitung zur vereinfachten Elementaranalyse für wissenschaftliche und technische Zwecke. Hamburg: Otto-Meisner, 1903.
  10. Max Dennstedt erwähnt dieses Unternehmen mehrmals in seiner Publikation zur vereinfachten Elementaranalyse (Dennstedt, Max (1905): Über vereinfachte Elementaranalyse und ihre Verwendung für technische Zwecke. Zeitschrift für Angewandte Chemie 18, 1134-1137)
  11. http://nobelprize.org/nobel_prizes/chemistry/laureates/1923/index.html The Nobel Prize in Chemistry 1923. Nobelprize.org. Abgerufen am 22.Dezember 2014
  12. Fritz Pregl erwähnt dieses Unternehmen mehrmals in seinem Buch über die Mikro-Analyse organischer Substanzen (Pregl, Fritz: Die quantitative organische Mikroanalyse. Berlin: Springer, 1917. ISBN 978-3-86444-914-7. pp. 60, 109, 124)
  13. http://www.elementar.de/unternehmen/historie.html Elementar Unternehmenshistorie. Website von Elementar. Abgerufen am 22.Dezember 2014.
  14. http://konzern.heraeus.de/de/berheraeus/unternehmensgeschichte/history_hh.html Heraeus Unternehmensgeschichte. Website von Heraeus (Unternehmen). Abgerufen am 22. Dezember 2014.
  15. http://www.elementar.de/unternehmen/unternehmensgruppe.html Elementar Tochterunternehmen. Website von Elementar. Abgerufen am 22. Dezember 2014.
  16. http://www.elementar.de/unternehmen/unternehmensgruppe/isoprime-ltd.html Elementar group: Isoprime. Website von Elementar. Abgerufen am 22.Dezember 2014.
  17. http://www.laboratory-journal.com/news/firmennachrichten/elementar-analysesysteme-acquires-gas-irms-product-line GIT Laborjournal News-Archiv. Abgerufen am 22. Dezember 2014.
  18. http://www.elementar.de/start.html Website von Elementar. Abgerufen am 22. Dezember 2014.
  19. http://www.isoprime.co.uk/ Website von Isoprime. Abgerufen am 22. Dezember 2014.
  20. http://www.elementar.de/de/produkte/anwendungen.html Elementar Anwendungen. Website von Elementar. Abgerufen am 22. Dezember 2014.

Weblinks Bearbeiten

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