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Vorlage:Löschantragstext Relevanz nicht dargestellt und nicht nachgewiesen (Quellen). --Zulu55 (Diskussion) Unwissen 09:35, 6. Nov. 2014 (CET)


Das Expatriate Management ist eine Spezialdisziplin des Personalmanagements. Der Name leitet sich ab vom Begriff des Expatriate (engl. „expatriate“; Plural -n oder -s; von lat. „ex“ ‚aus, heraus‘; „patria“ ‚Vaterland‘), kurz Expat. Ein Expatriate wird in der Wirtschaft eine Fachkraft genannt, die von dem international tätigen Unternehmen, bei dem sie beschäftigt ist, vorübergehend – meist für ein bis drei Jahre – an eine ausländische Zweigstelle entsandt wird.

Beim Expatriate Management geht es dementsprechend aus Unternehmenssicht um die Steuerung sämtlicher Belange rund um das Entsenden von Angestellten ins Ausland. Im Rahmen des Expatriate Managements legen Personalabteilungen Regeln und Prozesse für Auslandsentsendungen fest. Sie wählen geeignete Mitarbeiter für den Auslandseinsatz aus, ermitteln das für den jeweiligen Einsatzort angemessene Gehalt, kümmern sich um Fragen von Steuern und Sozialabgaben und stellen sicher, dass die Wiedereingliederung des Mitarbeiters nach der Rückkehr ins Heimatland reibungslos funktioniert.

Zu den zentralen Instrumenten für das Expatriate Management gehören fundierte Informationen und Daten zu den möglichen Einsatzorten der Angestellten. Wichtig sind hier unter anderem Zahlen zu den Lebenshaltungskosten, zum Gehaltsgefüge und zu Mietpreisen aber auch über die Lebensqualität vor Ort, über Sicherheitsaspekte und die Qualität der Schulen. Aus diesen Faktoren berechnet der Expatriate Manager schließlich das Gehalt, das der Angestellte während seiner Zeit im Ausland verdient. Gleichzeitig stellt das Expatriate Management sicher, dass Entsendungsprozesse unternehmensweit einheitlich, transparent und ökonomisch sinnvoll sind.

Ein wichtiges Instrument für Entsendeprozesse stellt das Vertragsmanagement dar. Im Verhältnis zum Expatriate sind Regelungen zu treffen über die Dauer des Auslandseinsatzes, die Vergütung, die Funktion, die Bedingungen der Rückkehr und andere Elemente. Im Vertragsmanagement werden dabei zwei unterschiedliche Hauptmodelle unterschieden: die Entsendung und die so genannte Versetzung, auch Zwei-Vertrags-Modell genannt. Bei der Entsendung bleibt der heimische Arbeitgeber auch während des Auslandseinsatzes aktiver Arbeitgeber, während die Einsatzorganisation vor Ort im Ausland keinen Vertrag mit dem Arbeitnehmer abschließt. Ein anderes Modell stellt die so genannte Versetzung dar, bei der das heimische Arbeitsverhältnis für die Dauer des Auslandseinsatzes ruhend gestellt wird, während der Expatriate im Einsatzstaat einen lokalen, befristeten Arbeitsvertrag mit der Einsatzorganisation abschließt.[1]

Angesichts der äußerst vielfältigen Aufgaben greifen die meisten Unternehmen beim Expatriate Management auf die Dienste spezialisierter Beratungsfirmen zurück. Diese liefern die notwendige Datenbasis und helfen bei der Definition sinnvoller Entsendungsrichtlinien.

Literatur Bearbeiten

Reinhold Mauer (Hrsg.): Personaleinsatz im Ausland - Personalmanagement, Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht, Steuerrecht. Verlag C.H.Beck, 2. Auflage, München, 2013.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Klassische Vertragsmodelle für den Auslandseinsatz von Arbeitnehmern

Weblinks Bearbeiten

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