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Vorlage:QS-Antrag Vorlage:Belege Beim so genannten Hochsitzmord handelt es sich um einen Doppelmord an dem 16-jährigen Malerlehrling Michael Walter aus Lieblos und der 14-jährigen Schülerin Petra Wohland aus Altenhaßlau. Die Tat geschah am 28. Juni 1979 in Altenhaßlau. Neben einem Hochsitz wurde die Leiche des 16-Jährigen entdeckt. Petra Wohland wurde zunächst verschleppt und sieben Monate später tot in einem Wassergraben bei Neu-Wirtheim tot aufgefunden.[1][2]

Das ZDF strahlte im Rahmen der Fernsehsendung Aktenzeichen XY … ungelöst am 9. November 1979 einen Filmbeitrag über den Fall aus.
Der Ausdruck „Hochsitzmord“ stammt aus dieser „Aktenzeichen XY … ungelöst“-Sendung.[1]

Vorgeschichte Bearbeiten

Am Abend des 28. Juni 1979 trafen sich der Malerlehrling Michael Walter und die Schülerin Petra Wohland zunächst in Altenhasslau an der Kirche, wo sich die Jugendlichen des Dorfes und den Nachbargemeinden abendlich zusammen fanden. Beide waren mit einander befreundet und fuhren von dort aus mit Michaels Mofa zu dem etwas außerhalb gelegenen Schützenhaus der Gemeinde. Dort wurden sie noch kurz von einem jungen Schäfer gesehen, als sie in der Nähe eines Hochsitzes spazieren gingen. Von diesem Zeitpunkt an gelten die beiden zunächst als vermisst.[1]

Auffindung Opfer Michael Walter Bearbeiten

Michael Walter wurde drei Tage nach dem Verschwinden der beiden in Altenhasslau, in der Nähe des Schützenhauses bei einem Hochsitz, durch einen Polizeihubschrauber ermordet in einem Kornfeld aufgefunden. Sein Tod trat gemäß Autopsie am 28. Juni 1979 ein. Seine Hände waren mit den Schnürsenkeln seiner Turnschuhe auf den Rücken gefesselt. Sein T-Shirt war ihm über den Kopf gezogen worden. Die Leiche wies Spuren von massiver Gewalteinwirkung auf, u.  a. mehrere Messerstiche, manche davon ins Herz.[1]

Auffindung Opfer Petra Wohland Bearbeiten

Sieben Monate nach dem Verschwinden von Petra Wohland wurde ihre Leiche in einem Wassergraben bei Neu-Wirtheim gefunden.[2] Die Verwesung des Leichnams war durch die Lage in einer Hochwasserzone schon erheblich fortgeschritten. Die genaue Todesursache war nicht mehr festzustellen.

Damalige Ermittlungen und Einstellung des Verfahrens Bearbeiten

Es wurden die üblichen Ermittlungen aufgenommen wobei auch Spuren ins Drogenmilieu als auch zu Angehörigen der US-Streitkräfte überprüft wurden. Eine heiße Spur wurde nicht gefunden. Alle Spuren verliefen ins Leere.

Drei Jahre später wurde im Sommer 1982 in der Gemeinde Brachttal ein weiteres junges Pärchen überfallen und ermordet. Es handelte sich um den 19-jährigen Axel K., aus Wolferborn, und um die 18-jährige Sabine P., aus Leisenwald. Auch hier wurde das männliche Opfer am Ort des Überfalls zurückgelassen, während das weibliche Opfer an einen anderen Ort verbracht wurde. Die Leiche von Sabine wurde zehn Tage später von Campern im Wald bei Hain-Gründau gefunden. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Doppelmorden erwies sich als naheliegend. Im Laufe der Ermittlungen stieß man auf Otto Burger aus Gettenbach, der 1984 vom Landgericht Hanau zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, weil er beide getötet haben soll.[2]

Otto Burger wurde auf Grund der Indizienlage schuldig gesprochen. Er bestritt jedoch noch nach der Verbüßung der Haftstrafe und vor seinem Tode etwas mit den beiden Doppelmorden zu tun gehabt zu haben. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft gingen damals wie heute davon aus, dass der Doppelmord Walter/Wohland ebenfalls von Otto Burger begangen wurde. Das Ermittlungsverfahren Walter/Wohland wurde eingestellt.

Aussage des Bruders Richard Walter im Jahr 1986 und 1. Wideraufnahme des Verfahrens Bearbeiten

Im Jahre 1986 meldete sich Michael Walter Bruder Richard bei einem Kriminalbeamten der Kriminalpolizei Bad Orb. Er gab an 1979, am Tag der Ermordung seines Bruders und dem Verschwinden von Petra Wohland, eine parzielle Amnesie gehabt zu haben, welche sich erst nach sieben Jahren gelöst habe. Weiterhin gab er an am Abend des 28. Juni 1979 mit einem Bekannten in dessen Auto unterwegs gewesen zu sein. Dabei sollen LSD und Haschisch konsumiert worden sein. Im Laufe des Abends habe sein Bekannter zuerst seinen Bruder und anschließend Petra Wohland ermordet. Richard Walter begab sich 1986 freiwillig in ärztliche Behandlung, wobei zwei Gutachten über seine Glaubwürdigkeit erstellt wurden. Die von Richard Walter beschuldigte Person wurde nachweislich zu den Vorwürfen bis zum Jahr 2012 nicht befragt. Lediglich dessen damalige Lebensgefährtin und dessen Mutter wurden 1986 einer Befragung unterzogen. Aufgrund mangelndem Interesse und angeblich widersprüchlicher Angaben von Seiten Richard Walter wurde das Verfahren wieder eingestellt.

Wideraufnahme des Verfahrens auf Veranlassung der Familie Walter im Jahr 2005. Bearbeiten

Im Jahr 2005 forderte Richard Walter mit seiner Schwester die Wiederaufnahme des Verfahrens und die Untersuchung der Asservate, insbesondere der Schnürsenkel und einen Abgleich von eventueller DNA mit der schon 1986 von Richard Walter beschuldigten Person. Bei der anschließenden Untersuchung der Asservate wurden daraufhin die Schnürsenkel untersucht und über eine eventuelle Untersuchung des T-Shirts wurde eine Expertise angefertigt welche aussagte dass eine DNA-Analyse wahrscheinlich keine verwertbaren Ergebnisse bringen würde. Die Untersuchung der Schnürsenkel führte zu keinen verwertbaren Spuren, eine gefundene DNA wurde Michael Walter zugesprochen. Die Ergebnisse der Analyse dauerten bis zum Jahr 2009. Zwischenzeitlich wurde von Richard Walter gegen den ermittelnden Staatsanwalt eine Dienstaufsichtsbeschwerde wegen angeblicher Verschleppung des Verfahrens eingeleitet welche von Seiten der Staatsanwaltschaft Hanau als gegenstandslos niedergeschlagen wurde. Herr Walter beanstandete darin dass der zuständige Oberstaatsanwalt in Hanau schon bei dem Verfahren 1979 die Ermittlungen leite und offenbar nicht an einer Klärung des Vorgangs gemäß der seiner Aussage interessiert sei und er den Zeitraum von mehreren Jahren zur Untersuchung der Asservate als Verschleppung des Verfahrens bezeichnete. Da die Auswertung der Asservate keine verwertbaren Ergebnisse brachte wurde das Verfahren erneute eingestellt.

Offizielle Darstellung des Sachverhaltes Bearbeiten

Von offizieller Seite ist im Doppelmord Walter/Wohland sowie auch in einem weiteren Doppelmord Otto Burger der Täter wodurch der „Hochsitzmord“ zu mindestens inoffiziell gelöst ist.[2]

Darstellung des Bruders Bearbeiten

Die Darstellung des Bruders besagt dass der Mord an seinem Bruders und dessen Begleiterin Petra Wohland durch seinen ehemaligen Bekannten verübt wurde; jene Person, die er 1986 namentlich bei der Polizei benannte. Weiterhin behauptet er das die beschuldigte Person mit einer anderen, ihm namentlich ebenfalls bekannten Person den Doppelmord von Wolferborn begangen hätte. Der Sachverhalt der Verknüpfung der beiden Doppelmorde und die daraus resultierende Schlussfolgerung, das Otto Burger unschuldig verurteilt worden sei begründet nach seiner Auffassung in erster Linie den Widerstand der Behörden gegenüber seiner Version der Vorgänge.[3]

Er stellte 2011 den Tatablauf des 28. Juni 1979 mittels eines Videos nach um seine Version des Tatablaufes zu verdeutlichen und übersendete diesen zu seiner Entlastung an die Kriminalpolizei. Er behauptet dass sich diese Schilderung genau mit dem Autopsieergebnis von Petra Wohland decke welches ihm zum Zeitpunkt der Erstellung des Videos noch nicht zur Kenntnis vorlag und dass die Behörden diese Beweise nicht zur Kenntnis nehmen bzw. auswerten würden.[3]

Des Weiteren behauptet der Bruder des Opfers Michael, dass es sich bei dem Mörder von Petra Wohland um einen Serienmörder handelt. Es soll ein Satanist sein, der eine Gruppe von Mitwissern und Mittätern der Mordserie an sich gebunden habe, denen der Bruder Spielkarten als Pseudonyme zugeordnet hat. Den Serienmörder benennt er wegen einigen satanistischen Elementen bei seinen Morden den „satanistischen 666-Killer“.[3]

Gemäß der von ihm aufgestellten Theorie hat er dem 666-Killer bisher zwölf Morde zugeordnet, wovon ein Mord als Selbstmord getarnt und bei einem weiteren der Name und der zugehörige Fall noch nicht zugeordnet werden konnte.[3]

Er behauptete weiterhin zu den einzelnen Morden Einzelheiten zu wissen und beschuldigt die Ermittlungsbehörden der strukturellen Gewalt gegen seine Person da sie sich weigere seine Aussagen überhaupt zur Kenntnis zu nehmen und den entsprechenden Hinweisen nicht nachzugehen.[3]

Neben den zwölf Morden, u. a. den Dreifachmord von Volkartshain[4][5] und den Mord an Marianne H.[6][7], die er diesem direkt zuordnet und mit der 666-Killer-Theorie verknüpft, weist er auf ein paar weitere ungelöste Morde hin, bei denen er einen Zusammenhang nicht ausschließt und bei denen es mindestens ein Element gibt, welches er dem 666-Killer zuordnet.[3]

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Aktenzeichen XY ... ungelöst-Sendung vom 9. November 1979, ZDF
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Vorlage:Internetquelle
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 Vorlage:Internetquelle
  4. Vorlage:Internetquelle
  5. Vorlage:Internetquelle
  6. Aktenzeichen XY ... ungelöst-Sendung vom 6. Februar 1987, ZDF.
  7. Vorlage:Internetquelle

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