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Das Hotel Almesberger prägte die Marktgemeinde Aigen im Mühlkreis im Bezirk Rohrbach seit den Anfängen im Jahr 1850. Der Besitz der Familie Gruber, die Häuser Aigen Marktplatz 53, 54, 55, gehören zu den ältesten Häusern der Marktgemeinde. Aufzeichnungen über die Häuser gehen auf das Jahr 1544 zurück und sie prägen bis heute den Marktplatz und das Ortsbild von Aigen. Die Familie verwendete diese Bauwerke über Jahrzehnte und baute rund um den Marktplatz das Hotel auf. Seit 1850 hat sich das Hotel zum größten Fremdenverkehrsbetrieb in Aigen entwickelt.

Heute ist das Wellnesshotel Almesberger ein 4-Sterne-Hotel im Mühlviertel. Das Hotel verfügt über 80 Zimmer und beschäftigt 67 Mitarbeiter am Standort Aigen. Seit 2012 verfügt die Gruber Hotel GmbH über ein zweites Hotel – das Natur und Vitalhotel INNs HOLZ. Es ist ein 4-Sterne-Hotel und befindet sich in Schöneben nahe der tschechischen Grenze im Böhmerwald. Im INNs Holz sind 35 Mitarbeiter beschäftigt.

Gruber GmbH und Co KG
Gruber Hotel GmbH
- Wellnesshotel Almesberger
- Natur- und Vitalhotel INNs HOLZ
Gruber Getränke GmbH
Mitarbeiter 102
Firmensitz Aigen im Mühlkreis

Geschichte Bearbeiten

Entstehung des Namens Bearbeiten

Das Hotel Almesberger ist seit 1850 im Besitz der Familie Gruber, Franz Gruber, Großvater von Walter Gruber, war Gastwirt, Brauer und Landwirt und starb im Alter von 31 Jahren. Seine Witwe heiratete erneut – Heinrich Almesberger. Er gab dem Haus den Namen, der bis heute beibehalten wurde.

Entstehung des Hotels/Getränkehandels Bearbeiten

Franz Gruber, Großvater von Walter Gruber übernahm im Jahre 1875 die Gastwirtschaft von Familie Stiegler und kam somit in Besitz des Hauses Marktplatz Nr. 55. Nach dem Tod von Franz Gruber heiratete die Witwe Theresia Gruber 1883 den Besitzer von Haus Marktplatz Nr. 54 – Heinrich-Adolf Almesberger. Im Haus Marktplatz Nr. 54 wurde eine größere Brauerei eingerichtet nachdem mehrere kleine Brauereien von Nebengebäuden aufgelassen wurden. Die Brauerei belieferte Wirte der Region mit Bier. Häuser Aigen Marktplatz Nr. 53,54,55

Heinrich-Adolf Almesberger hatte keine Kinder, so dass nach seinem Tod der gesamte Besitz einschließlich landwirtschaftlichen Gründen, an die Kinder von Theresia und Franz, Franz (jun) und Luise Gruber überging. 1912 kauften diese das Nachbargebäude Marktplatz Nr. 53 und somit waren alle drei Häuser im Besitz der Familie Gruber. Die Brauerei von Heinrich-Adolf Almesberger wurde weiterhin betrieben. Die Häuser Marktplatz Nr. 53,54 und 55 prägen bis heute den Marktplatz in Aigen.

1888 wurde die Mühlkreisbahn eröffnet und schuf damit die Voraussetzungen für den Fremdenverkehr. Ein direkter Weg vom Bahnhof zum Haus wurde errichtet und der Gasthof Almesberger mit 14 Zimmern im Haus Nr. 53 und 54 entstand. Der Gasthof war ein Pionier für den Fremdenverkehr in Aigen und die Urlaubsgäste kamen hauptsächlich aus Wien mit der Bahn angereist. 1917 wurde die Brauerei an die Poschacher Brauerei in Linz verkauft. Die vorhandenen Keller wurden jedoch weiter genutzt und eine Flaschenabfüllanlage wurde errichtet. Die Grundlage für den heutigen Getränkehandel war somit geschaffen. Villa Almesberger 1912

In den Nachkriegsjahren war die wirtschaftliche Entwicklung langsam und das Unternehmen konnte nur durch die drei Betriebszweige Gastgewerbe-Bierdepot-Landwirtschaft erhalten bleiben. Am 09. November 1922 wurde Walter Gruber, Sohn von Franz und Gisela Gruber geboren. 1927 starb der Inhaber und Vater Franz Gruber an einer Herzkrankheit und Lungenentzündung. Seine Frau Gisela führte das Unternehmen alleine weiter.

Gastgarten Blick Richtung Haslach 1914 Als der zweite Weltkrieg 1939 begann, arbeitete der junge Walter Gruber im elterlichen Betrieb und führte nach abgeschlossener Landwirtschaftsschule bereits die Landwirtschaft der Familie. 1942 wurde er in den Wehrdienst eingezogen und verbrachte seine Militärzeit in Frankreich (Montpelier) sowie in Russland (Kursk). Als er 1943 in Russland verwundet wurde, brachte man ihn nach Linz zurück und entließ ihn 1945 aus dem Militärdienst.

Danach wurden das Mühlviertel und die Häuser der Familie Gruber von den russischen Besatzungsmächten besetzt. Erst 1948 konnte das Geschäft von Walter Gruber und Mutter Theresia wieder neu und im bescheidenen Ausmaß eröffnet werden. In den 10 Jahren der Besatzung durch russische Soldaten fand kein wirtschaftliches Wachstum statt und der Betrieb konzentrierte sich verstärkt auf die Landwirtschaft.

Nachdem wirtschaftliche Fortschritte zu verzeichnen waren, übergab Theresia Gruber am 1. Januar 1955 das Geschäft und die dazugehörigen Gründe an Sohn Walter Gruber. Nach Umbauten im Gasthof konnte die Landwirtschaft vom Haus Marktplatz Nr. 54 separiert werden. 1952 wurden Peter und Paul Gruber als Söhne von Walter und Hertha Gruber geboren. Die Kinder erlebten den Aufbau des heutigen Unternehmens vom frühesten Kindesalter an mit. 1965 erfolgte eine Erweiterung des Getränkehandels. Es wurde nebenbei Viehzucht und Milchwirtschaft betrieben. In den 70er Jahren hatte der Fremdenverkehr die größten Zuwachsraten und die Besucher kamen zusehends auch im Winter.

1971 wurde der Gasthof umstrukturiert, die Landwirtschaft aufgegeben und die Gründe verpachtet. Nachdem man die alten Hofgebäude abreißen ließ, entstand auf dieser Fläche 1971 das erste Hallenbad mit einem integrierten Zimmertrakt. In Nebenräumen wurden Saunen sowie ein Kosmetikstudio errichtet. Dieses Projekt kostete damals 4 Millionen Schilling. Nach diesem Umbau konnte der ehemalige Gasthof als Hotel bezeichnet werden.

Das Hotel wurde weiter vergrößert und im Jahr 1974 war das Almesberger Hotel mit 90 Gästebetten der größte Hotelbetrieb im Mühlviertel. Nachdem der Tennissport immer beliebter wurde, entschloss sich die Familie 1976 die Hotelwiese in Tennisplätze umzuwandeln und eine Tennishalle in das Haus Nr. 55 einzubauen. Drei Jahre danach wurden die zweite Tennishalle und die Tiefgarage eröffnet. Das alte Bierdepot musste der Tennishalle ausweichen und wurde 1979 an einer anderen Stelle wieder aufgebaut. Das Hotel wurde währenddessen als „Sporthotel“ weiter betrieben.

In den Jahren 1983–1985 wurde ein weiterer großer Umbau am Hotel vorgenommen. Im Dachgeschoss entstanden erste Seminarräume und im Erdgeschoss wurde das „Pfandl“ eröffnet. Mit Jahresende 1987 findet das Lebenswerk von Hertha und Walter Gruber seinen Abschluss und die beiden übergeben am 31. Dezember 1987 den gesamten Betrieb an die Söhne Peter, Paul und Heinrich. Das Unternehmen wird in eine GmbH & Co KG umgewandelt. Das Hotel konzentriert sich auf Tennis und das Seminarwesen. 1991 wurden erneut eine Tennishalle und zwei Freiplätze gebaut um das Angebot zu vergrößern. Zur selben Zeit entstand eine Diskothek um jüngere Zielgruppen anzusprechen.

Der Getränkehandel wurde 1990 erweitert und die Schnapsbrennerei an der Bahnhofstraße wurde hinzugekauft. In den folgenden Jahren wurde das Liefergebiet bis zur Donau ausgeweitet und weitere Lagerhallen wurden errichtet. Durch die Fusion der österreichischen Brau AG (Brau Union) mit Steirerbrau, ergab sich die Möglichkeit für den Getränkehandel die Gösserbier und Puntigamer Kunden der Bezirke Rohrbach und Haslach zum Liefergebiet zu gewinnen. Der Jahresausstoß an Bier und alkoholfreien Getränken betrug 45 000 Hektoliter. Lieferwagen Getränkehandel 1950 In den Jahren 1993 bis 1995 stagniert der Fremdenverkehr und das Unternehmen muss Besucherrückgänge hinnehmen. In dieser Notsituation wurde von den Geschäftsführern ein hohes Risiko eingegangen und der gesamte Hallenbad- und Saunabereich saniert. Sohn Heinrich betreut die technische Einrichtung und mit seiner Hilfe entsteht das zur damaligen Zeit führende Hotel-Bad Oberösterreichs. Diese Investition soll dem Unternehmen wieder zum Auftrieb verhelfen.

Im Jahre 1997 konnte Sohn Paul Gruber weitere 25 Kunden hinzugewinnen und die Gruber Getränke GmbH zu einem krisensicheren Standbein des Hotels weiterentwickeln. In der ehemaligen Schnapsbrennerei entsteht zuerst ein Lokal („Das Stamperl“) und später auf Grund wirtschaftlicher Überlegungen eine Pizzeria.

Im Jahr 1999 wurde das Nachbargrundstück angekauft um weitere Erweiterungsmöglichkeiten zu schaffen. Ein Jahr später wurden die Wellnesseinrichtungen erweitert. Nach dem geplanten Umbau des Hotels im Jahr 2002 wurde der 4-Sterne Standard erreicht. Die Nächtigungszahl betrug 34 000 Nächtigungen. Von 1. März – 1. Oktober 2005 erfolgte der Endausbau des Hotels. Die Tennishalle 1 wurde umgebaut und ein Fitnessraum sowie mehrere Seminarräume wurden eingerichtet. Auf dem Dach der Tennishalle wurde die damalig modernste und größte Solaranlage Oberösterreichs installiert.

INNs HOLZ Bearbeiten

Im Jahr 2010 baute die Gemeinde Ulrichsberg das Waldkompetenzzentrum. Die Einrichtung sollte von einem vorgesehenen Pächter gestaltet werden. Nachdem kein Pächter zu finden war entschlossen sich Peter, Paul und Heinrich Gruber den Besitz der Gemeinde Ulrichsberg mit einem 20-jährigen „Miet-Kaufvertrag“ zu erwerben. Die Eröffnung der Gastronomie erfolgt am 10 Dezember 2010. 2012 gestaltete man das Gelände rund um das Waldkompetenzzentrum neu und 11 Charlets entstanden um einen künstlich angelegten Schwimmteich. Am 1. August 2013 hat Peter Gruber jun. der Sohn von Peter Gruber sen. das Natur- und Vitalhotel INNs HOLZ Hotel als Geschäftsführer übernommen.

Überblick (Bauchronik) Bearbeiten

Vorlage:Nur Liste

  • 1955: Besetzungstruppen der russischen Armee haben das Mühlviertel und teilweise auch das Haus Almesberger besetzt.
  • 1956: Erste Aktivitäten nach dem Krieg: Das alte Gästezimmer wurde neu eingerichtet
  • 1961: Die alten Gebäude (Küche, Speisesaal, Gastgarten) wurden abgerissen und die heutige Dependance wurde 1stöckig aufgebaut. (14 Gästezimmer zu dieser Zeit)
  • 1969: Der heutige Speisesaal wurde gebaut.
  • 1971: Erstes Hallenbad und Sauna wurde errichtet.
  • 1973: Dependance wurde aufgestockt auf 70 Betten und sanitären Einrichtungen.
  • 1976: Zwei Tennisplätze wurden errichtet.
  • 1978: Neue Halle für den Getränkehandel wurde gebaut.
  • 1979: Bau der ersten Tennishalle, welche am 1. Februar 1979 eröffnet wurde. Von da an hieß es „Sporthotel Almesberger“. Im Innenhof wurde ein Personaltrakt errichtet.
  • 1985: Eine ehemalige Schnapsbrennerei wurde gekauft, und als Tanzbar für die Hotelgäste genützt.
  • 1986: Übergabe der Geschäftsleitung und des Besitzes an die Kinder Peter, Paul und Heinz Gruber. Das Haus 55 am Marktplatz wurde abgerissen, und im neugebauten Haus wurde im Erdgeschoss der Empfang mit Rezeption eingerichtet. Im hinteren Teil wurde das heutige „Pfandl“ eröffnet. Im 1. und 2. Stock wurden neue Gästezimmer eingerichtet. Im Haus 54 werden die ersten 2 Seminarräume errichtet.
  • 1987: Die 2. Tennishalle ist gebaut worden.
  • 1991: Das Hallenbad wurde renoviert und ein Wintergarten mit Badebuffet wurde errichtet. Eine Hotelgartenanlage wurde ebenfalls gebaut.
  • 1995: Eine 3. Tennishalle wurde gebaut.
  • 1999: Ein Nachbargrundstück wurde zugekauft. Dadurch konnte das bereits geplante „Welstöckl“ gebaut werden. Zugleich entstand eine eigene Kosmetik-Abteilung und ein Whirlpool mit diversen Saunen. Anschließend wurde ein beheiztes Freibecken gebaut, welches am 22. Dezember 2000 eröffnet wurde. Das Hotel verfügt zu dieser Zeit über 130 Gästebetten.
  • 2002: Großumbau im Hotel: Speisesaal, Schauküche mit Wintergarten und Hotelküche. Im Erdgeschoss und Innenhof wurde ein Verbindungsgang mit Rezeption und Halle gebaut. Der Innenhof wurde neu gestaltet.
  • 2005: Endausbau des Hotels: In der ersten Tennishalle wurde ein 3stöckiger Zimmertrakt gebaut. Mit großem Fitnessstudio, Kosmetik- und Massageräumen und einem großen Seminarraum. Ein beheizter Swimmingpool ist dazu gekommen. Neue Parkplätze wurden geschaffen. (35 000 Nächtigungen jährlich)
  • 2006: Ausbau der Tennishalle. Teilbereich der Gesundheitsabteilung wurde neu eingerichtet.
  • 2010: Notwendige Renovierungen wurden vorgenommen. Erwerb von Grundstücken und Gebäuden in Schöneben.
  • 2011: Anbau an das Waldkompetenz-Zentrum in Schöneben.
  • 2012: Geländegestaltung und Ausbau von 11 Chalets. Kinderspielplatz und Streichelzoo wurden gebaut. Das INNs HOLZ Hotel ist komplett.

Energie Bearbeiten

Das Inn´s Holz wurde zum Teil aus nachhaltigen Rohstoffen (Holz) erbaut und verfügt über ein eigenes Fernwärmekraftwerk. Das Hotel kann somit zum größten Teil mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Das Hotel Almesberger beheizt die Außenpools sowie Teile des Hotels mit einer eigenen Solarzellenanlage.

Quellen Bearbeiten

  • Geschichtschronologie der Marktgemeinde Aigen im Mühlkreis
  • Familienchronik der Familie Gruber

Walter Gruber, Verfasser der Familienchronik wurde am 06. 03. 1994 der "Goldene Ehrenring" der Gemeinde Aigen im Mühlkreis für besondere Leistungen überreicht.

Weblinks Bearbeiten

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