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Wappen Karte
Wappenschild des K.St.V Winfridia Göttingen Lage der Stadt Köln in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Universität: Universität zu Köln
Gründung: 2. Mai 1913
Verband: Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine
Kürzel: Wf-K!
Farben: Grün-Gold-Rot
Wahlspruch: Treu und Wahr!
Website: KStV Winfridia

Der Katholische Studentenverein Winfridia Köln im KV, ist ein nicht schlagender und nicht farbentragender, Studentenverein an der Universität zu Köln. Der Verein wurde am 2. Mai 1913 gegründet und ist Mitglied im Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine (KV).

Geschichte Bearbeiten

Von der Gründung bis zur Auflösung (1913 – 1936) Bearbeiten

Die Namensgebung Bearbeiten

Der Verein wurde am 2. Mai 1913 unter dem Namen Wissenschaftlicher Studentenverein Renaissance in Köln gegründet. Erst im Juni 1914 wurde der Verein in Katholischer Wissenschaftlicher Studentenverein Winfridia umbenannt.

Mit dem Beitritt in den Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine wurde der Name in die noch heute erhaltene Form Katholischer Studentenverein Winfridia Köln im KV umbenannt.[1] Der Name Winfridia bezieht sich auf den Hl. Bonifatius, welcher einer der bekanntesten und wichtigsten Missionare und Kirchenreformer im Frankenreich des 8. Jahrhunderts war.

Die ersten Jahre (1913–1919) Bearbeiten

An den Kölner Hochschulen, der 1901 gegründeten Handelsschule und der 1912 gegründeten Hochschule für kommunale und soziale Forschung, hatte sich im Sommersemester 1912 ein kleiner Kreis nicht korporierter Studenten zu einer freien katholischen Vortragsvereinigung zusammengefunden. Diese ist allerdings nicht zu verwechseln mit der erst 1919 gegründeten Freien Vereinigung katholischer Studierender an der Universität Köln (F.V.K.St.).

Im WS 1912/13 beschloss man die Umwandlung in einen Studentenverein mit Anschluss an den noch jungen Kartellverband der katholischen Studentenvereine zur Pflege der Wissenschaft (WV), zu dessen Bonner Verein Renaissance der Kölner Renaissance-Verein schon vorher freundschaftliche Beziehungen unterhielt. Damals hatte der recht kleine Verband ca. 500 Mitglieder. Die Unterscheidung des WV zu den bekannteren Verbänden wie KV, CV und UV waren im Wesentlichen nur äußerer Art. Am 21. Juni 1913 genehmigte die Hochschulbehörde der Stadt Köln die Statuten des neu entstandenen Wissenschaftlicher Studentenverein Renaissance, der noch vor dem ersten Stiftungsfest 1914 als ordentliches Mitglied in den WV aufgenommen wurde.

In den ersten Jahren entwickelte sich das Innenleben des noch jungen Vereins gut, was vor allem auf das stärkste Bindeglied des Vereines – das Prinzip Religion – zurückzuführen war. Unter diesem Prinzip verstanden die Vereinsmitglieder nicht nur eine katholische Lebensweise und Weltanschauung, sondern auch eine unverbrüchliche Treue zur römisch-katholischen Kirche, weshalb im Sommersemester 1914 beschlossen wurde, dies durch eine Namensänderung in Katholisch-Wissenschaftlicher Studentenverein Winfridia (K.W.St.V. Winfridia) zu dokumentieren.[2]

Aufgrund des Kriegsausbruchs am 1. August 1914 und der damit verbundenen Mobilmachung wurden auch die Mitglieder des K.W.St.V. Winfridia eingezogen, so dass das Vereinsleben für die Dauer der Kriegsjahre zunächst ruhte. Da nur einige wenige lebend und unverletzt aus dem Krieg zurückkamen, schien es, als stünde die Winfridia schon nach wenigen Jahren ihres Bestehens vor dem Aus.

Die Weimarer Republik (1919–1933) Bearbeiten

Datei:Vorstand WS 1923-24.jpg

Trotz der politischen Unruhen in den ersten Nachkriegsmonaten entschieden sich die elf verbliebenen Mitglieder des K.W.St.V. Winfridia, diesen im Mai 1919 offiziell zu reaktivieren. Da der Verband (WV) durch den Weltkrieg einen enormen Mitgliederschwund zu verzeichnen hatte, welcher eine baldige Erholung sehr fragwürdig erscheinen ließ, beschlossen die wenigen Mitglieder des K.W.St.V. Winfridia 1920, einen Aufnahmeantrag in den Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine (KV) zu stellen. Durch den Beitritt in einen deutschlandweit organisierten und agierenden Studentenverband beabsichtigten die Winfriden u. a., ihren katholischen Vereins- und Lebensprinzipien einen größeren Gestaltungsraum innerhalb der deutschen Öffentlichkeit zu verschaffen. Der Beitrittsantrag wurde 1921 auf der 48. KV-Vertreterversammlung in München angenommen, so dass die Winfridia als 65. Verbandsmitglied dem Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine beitrat.

Aufgrund der immer größer werdenden Mitgliederzahl und der damit einhergehenden immer schwieriger werdenden Organisation und Verwaltung des Vereins, entschlossen sich einige Winfriden zur Gründung eines Tochtervereins. Dieser Tochterverein wurde unter dem Namen K.St.V. Alsatia am 13. Mai 1925 gegründet. Die gemeinsamen sonntäglichen Besuche der heiligen Messe, Vortragsabende, gesellige Veranstaltungen, Kneipen, Ausflüge und als Höhepunkt der gegenseitige Besuch auf den Stiftungsfesten ließ beide Korporationen bis zum Jahr 1933 stetig wachsen.

Winfridia unter dem Hakenkreuz (1933–1945) Bearbeiten

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre 1933 verschärfte sich auch die Situation für alle katholischen Vereine und Organisationen in Deutschland. Obwohl schon im Sommer 1933 das Reichskonkordat zwischen der Regierung in Berlin und dem Apostolischen Stuhl unterzeichnet wurde, welches das Fortbestehen der katholischen Vereine und Verbände in Deutschland garantieren sollte, stellte sich schnell heraus, dass die Nationalsozialisten diesen Vertrag systematisch unterliefen. Besonderes Augenmerk richteten die Nationalsozialisten auf die katholischen Jugend- und Studentenverbände, da gerade hier viele deutsche Kinder und Jugendliche organisiert waren, die es durch eine frühestmögliche Gleichschaltung für den Nationalsozialismus zu gewinnen galt.

Auch der K.St.V Winfridia - und der gesamte Kartellverband - sahen sich diesen Gleichschaltungsversuchen ausgesetzt, die allzu oft mit öffentlichen Repressalien verbunden waren. Da beim Kartellverband trotz der noch im September 1933 auf Drängen des Nationalsozialistischen Studentenbundes erzwungenen Vereinigung von (KV) und (RKDB) eine komplette Gleichschaltung kategorisch ausschlossen wurde, reagierten die Nationalsozialisten im März 1936 mit einem Beitrittsverbot für alle Mitglieder der NSDAP und ihren Unterverbänden in katholische Korporationen. Den Kartellverband betraf dieser Erlass nur bedingt, da der Verband zu dieser Zeit nicht mehr existierte. Ein Jahr zuvor, im November 1935, hatte sich der Verband durch Beschluss selbst aufgelöst. Obwohl das Vereinsleben nahezu gänzlich zum Erliegen gekommen war, erließen die Nationalsozialisten am 6. Juli 1938 ein Gesetz, wodurch die katholischen Studentenvereine als staatsfeindlich eingestuft und deshalb endgültig verboten wurden.[3] Da somit ein öffentliches Auftreten ausgeschlossen war, wurde nur kurze Zeit später auch der K.St.V. Winfridia Köln durch ihre Mitglieder aufgelöst.[4]

Von der Reaktivierung bis heute (1946–2010) Bearbeiten

Datei:1.Nachkriegsstiftungsfest 1949 Winfridia-Köln.jpg

Auch das formale Verbot einer Existenz der Winfridia durch die Nationalsozialisten als auch ein erneuter Weltkrieg konnten das enge Band der Freundschaft zwischen den einzelnen Winfriden nicht zerreißen. Anlässlich einer vom KV-Philisterzirkel „Häuschen-Köln“ im Sommer 1946 veranstalteten Rheindampferfahrt trafen sich einige Winfriden und berieten einen Plan zur Kontaktierung der auswärtslebenden Mitglieder zwecks Wiederbegründung der Aktivitas. Bereits kurz nach der Währungsreform vom 20. Juni 1948 wurde von den wenigen Mitgliedern zu einer Spendenaktion aufgerufen. Bereits im Sommer 1949 konnte anlässlich des 36. Stiftungsfestes die Aktivitas reaktiviert werden. Die weiteren Semester verliefen positiv, sodass die Winfridia in den folgenden Jahren wieder bis in die 1980er Jahre stetig an Mitgliedern zunahm.

Im WS 1964/65 zählte die Aktivitas 101 Mitglieder und 6 Verkehrsgäste. Das Philisterium bestand einschließlich der Ehrenphilister aus 188 Mitgliedern.[5]

Im WS 1976/77 zählte die Aktivitas 60 Mitglieder. Das Philisterium bestand einschließlich der Ehrenphilister aus 194 Mitgliedern.[6]

Im WS 2009/10 zählte die Aktivitas 17 Mitglieder. Das Philisterium bestand einschließlich der Ehrenphilister aus 153 Mitgliedern.[7]

Trotz der nun seit einigen Jahren rückläufigen Beitrittszahlen lässt sich für die Winfridia festhalten, dass der Verein heute weiterhin eine lebendige Vereinsstruktur aus Tradition, Brauchtum und den drei Verbandsprinzipien pflegt.

Das Winfridenhaus Bearbeiten

Datei:Grundsteinlegung 1963.jpg
Datei:Winfridenhaus.jpg

Die Geschichte zum Bau des Winfridenhauses beginnt in den 1950er Jahren. Aufgrund des starken Mitgliederzuwachses nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, sehnten sich immer mehr Winfriden nach einem eigenen Vereinshaus, um den Mitgliedern einen angemessenen Versammlungs- und Veranstaltungsort zu bieten. Des Weiteren sollte mit der Errichtung den Mitgliedern die Möglichkeit gegeben werden, kostengünstig und universitätsnah zu wohnen.

Hierfür wurde am 10. Dezember 1954 der Hausbauverein Winfridia gegründet, welcher für die Verwaltung der Beiträge und die Koordinierung des Bauvorhabens zuständig war. Schon vier Jahre später (30. Juli 1958) war es dem Hausbauverein gelungen, genügend Mittel einzusammeln, um das Baugrundstück im Kölner Stadtteil Lindenthal zu erwerben, auf dem das spätere Winfridenhaus errichtet werden sollte. Nach weiteren neun Jahren erfolgte anlässlich des 50. Stiftungsfestes im Sommersemester 1963 der erste Spatenstich und im Wintersemester 1963/64 die Grundsteinlegung des Winfridenhause, das am 24. November 1964 eingeweiht wurde.

Bekannte Mitglieder Bearbeiten

  • Karl Jüsten (*1961), Leiter des Katholischen Büros der Deutschen Bischofskonferenz in Berlin
  • Dietrich Mauer, Vorsitzender Richter a. D. am Oberlandesgericht Düsseldorf
  • Peter Rösen, Professor an der Universität Düsseldorf (Biochemie)
  • Heiner Timmermann (*1940), Stellvertretender Leiter der Europäischen Akademie im Saarland / Prof. an der Universität Jena
  • Georg Wieland (*1937), Ordinarius für Philosophie der Universität Tübingen und der Universität Trier
  • Wilhelm Pötter (†), Präsident des Verwaltungsgerichtshofes NRW
  • Paul–Robert Wagner (†), Ehemaliger Vorsitzender des Gerling–Konzerns.
  • Felician Prill: Ehemaliger Botschafter im Vatikan
  • Gustav Meinertz (*1873-1959), Pfarrer von St. Severin in Köln und Generalsekretär des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande.

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Archiv der KStV Winfridia Köln, Chronik I
  2. Archiv der KStV Winfridia Köln, Chronik I
  3. Hürten, Heinz: Deutsche Katholiken 1918-1945, Paderborn 1992.
  4. Archiv der KStV Winfridia Köln, Chronik II
  5. KV Jahrbuch 1965, Die Mitglieder und Angehörigen des KV und des ÖKV, 1965 Bergisch Gladbach.
  6. ebd. KV Jahrbuch 1978
  7. ebd. KV Jahrbuch 2010

Quellen Bearbeiten

  • Berdami, Thilo: Studien zur Geschichte des Kartellverbandes der Katholischen Deutschen Studentenvereine (KV), Würzburg, 1991.
  • Cardauns, Hermann: Fünfzig Jahre Kartellverband (1863 - 1913), Kempten, 1913.

Weblinks Bearbeiten

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